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Artikel: Vom Rattanstuhl zur Lady Dior – die Geschichte des Cannage-Musters

Vom Rattanstuhl zur Lady Dior – die Geschichte des Cannage-Musters - Glowbag
Cannage

Vom Rattanstuhl zur Lady Dior – die Geschichte des Cannage-Musters

Kaum ein Modehaus hat sein DNA-Muster so konsequent über Jahrzehnte gehalten wie Dior das Cannage. Auf der Lady Dior, der Caro und der 30 Montaigne – wer heute eine Dior Tasche betrachtet, sieht fast immer dieses diagonale Rautenmuster. Und es hat eine Geschichte, die 1947 mit einem Stuhl beginnt.

Cannage – ein Rattangeflecht wird zum Markenzeichen

Am 12. Februar 1947 lud Christian Dior zur ersten Modenschau seines Hauses in die Avenue Montaigne 30 in Paris. Die Gäste sahen an diesem Nachmittag die New Look-Kollektion – schmale Taille, betonte Hüften, lange Röcke. Einen Bruch mit allem, was die Kriegsjahre an Mode hinterlassen hatten.

Was die Gäste unter sich hatten: Napoleon-III-Stühle mit geflochtenen Rattansitzen. Christian Dior hatte sie gemeinsam mit seinem Dekorateur Victor Grandpierre für den Salon ausgewählt. Das diagonale Geflecht dieser Stühle – eine Handwerkstechnik, die auf das 18. Jahrhundert zurückgeht – ließ Dior nicht los. 1953 tauchte es erstmals auf Parfümverpackungen des Hauses auf. 1961 verwendete Kreativdirektor Marc Bohan es in Kleidung. Und 1994 wurde es als Steppung in Leder gearbeitet – zum Erkennungszeichen der Lady Dior.

Seither hat das Muster einen Namen: Cannage. Benannt nach der traditionellen Technik, Rattanrohr auf Möbelrahmen zu flechten.

Die Lady Dior – wie eine Tasche ihren Namen bekam

Das wertstabilste und meistgesuchte Dior-Modell ist die Lady Dior. 1994 von Gianfranco Ferré entworfen – damals Kreativdirektor des Hauses –, war sie zunächst nur einem kleinen Kreis ausgewählter Kundinnen bekannt. Ihr interner Name: Chouchou. Französisch für „Liebling". Kurz darauf auch als „Princesse" bezeichnet.

Im September 1995 suchte Bernadette Chirac, damalige First Lady Frankreichs, ein Geschenk für Prinzessin Diana anlässlich eines offiziellen Paris-Besuchs. Das Haus Dior schlug die Chouchou vor – eine Tasche, die zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht offiziell auf dem Markt war. Sie wurde in Schwarz aus Lammleder gefertigt und Diana bei der Eröffnung einer Cézanne-Ausstellung im Grand Palais überreicht.

Diana liebte die Tasche sofort. Noch im selben Jahr kaufte sie weitere Exemplare in verschiedenen Farben bei Harrods in London. Sie trug sie auf öffentlichen Terminen, auf der Met Gala 1996 – im Jahr ihrer Scheidung von Prinz Charles. In diesen Jahren trug sie die Tasche so oft, dass beides untrennbar wurde: Diana und die Lady Dior. 1996 benannte Dior die Tasche offiziell um – als Hommage. Ein Jahr später starb sie in Paris. Der Name blieb.

Heute erscheint die Lady Dior Saison für Saison in neuen Farben und Sondereditions. Auf dem Resale-Markt gelten gut erhaltene Modelle – insbesondere Vintage-Stücke aus den 1990ern – als stabile Wertanlage.

Lady Dior an Influencer auf der Maximiianstrasse in München

Das Cannage-Muster – diese Leder werden verwendet

Das Cannage-Muster wird bei Dior in zwei Haupt-Lederarten gearbeitet:

Lammleder (Lambskin) Das klassische Material der Lady Dior. Ultraweich, mit dem typischen Glanz, den nur Lammleder hat. Das Cannage-Muster ist fein und präzise ins empfindliche Leder geqiltet. Lammleder reagiert auf Kratzer, Feuchtigkeit und Farbabfärbung durch dunkle Kleidung – wer eine Lady Dior aus Lammleder trägt, merkt schnell: Sie verlangt Aufmerksamkeit.

Genarbtes Kalbsleder (Grained Calfskin) Robuster als Lammleder, mit einer leicht sichtbaren Narbung. Das Cannage-Muster wirkt auf Kalbsleder strukturierter und definierter. Besser für den Alltag geeignet, weniger anfällig gegenüber Kratzern. Auch bei der Caro, der 30 Montaigne und der Dior Jolie kommt Kalbsleder mit Cannage-Steppung zum Einsatz.

Lady Dior reinigen und pflegen – was Du wissen musst

Für beide Lederarten gilt: Keine Hausmittel, kein Wachs. Und kein Alkohol.

Alkohol trocknet empfindliches Leder aus und greift die Fettmoleküle an, die es geschmeidig halten. Bei Lammleder ist dieser Effekt besonders schnell sichtbar. Wachs setzt sich in den Cannage-Nähten fest und macht die Steppung mit der Zeit stumpf. Feuchttücher enthalten oft Alkohol oder Parfum – auch die scheinbar harmlosen.

GLOWBAG wurde speziell als Lederpflege für Handtaschen aus empfindlichem Leder entwickelt: wasserbasiert, alkoholfrei, mit natürlichen Inhaltsstoffen wie Lanolin und Orangenöl. Lederpflege ohne Wachs und ohne Alkohol – das ist der entscheidende Unterschied zu herkömmlichen Produkten, die ursprünglich für Schuhe oder Möbel entwickelt wurden. Vor der ersten Anwendung immer an einer unauffälligen Stelle testen.

Lammleder reinigen und pflegen:

Reinigen (GLOW CLEANER):

  • Immer zuerst auf das Mikrofasertuch sprühen – nie direkt auf das Leder. 
  • Sanft und großflächig abreiben, nie punktuell.
  • Keine Bürste verwenden. 

Pflegen (GLOW CONDITIONER):

  • Dünn und gleichmäßig auftragen, sanft einmassieren und vollständig einziehen lassen.
  • Alle 2–3 Monate wiederholen.

Kalbsleder reinigen und pflegen:

Reinigen (GLOW CLEANER):

  • Auf das Tuch sprühen oder bei stärkeren Verschmutzungen direkt auf die Oberfläche.
  • Mit der GLOW BRUSH sanft in die Narbung einarbeiten – auch in die Cannage-Nähte.
  • Mit einem sauberen Mikrofasertuch abnehmen.

Pflegen (GLOW CONDITIONER):

  • Dünn auftragen, einmassieren, einziehen lassen.
  • Alle 3–4 Monate.

Wichtig bei beiden Lederarten: Nie punktuell arbeiten. Das Cannage-Muster reagiert auf ungleichmäßige Feuchtigkeitsverteilung mit sichtbaren Rändern. Immer die gesamte Fläche gleichmäßig behandeln.

GLOWBAG – das Wichtigste für die Pflege von Dior Taschen

GLOWBAG ist eine natürliche Lederpflege für Handtaschen, speziell entwickelt für empfindliches Leder hochwertiger Designertaschen – wasserbasiert, alkoholfrei, ohne Wachs. GLOW CLEANER entfernt Verschmutzungen, Make-up-Rückstände und Alltagsspuren von Lammleder und Kalbsleder rückstandslos. GLOW CONDITIONER pflegt mit Lanolin und Orangenöl, erhält die Geschmeidigkeit und schützt vor Umwelteinflüssen. Für die Lady Dior aus Lammleder: Pflege alle 2–3 Monate. Für Kalbsleder-Modelle: alle 3–4 Monate. Keine Bürste auf Lammleder – immer gleichmäßig und großflächig arbeiten.

Fazit

Das Cannage-Muster ist älter als die Lady Dior selbst. Es begann 1947 auf einem Stuhl und ist heute das verbindlichste Designelement des Hauses Dior. Wer eine Lady Dior besitzt, trägt ein Stück dieser Geschichte. Richtige Pflege sorgt dafür, dass das Leder seinen Glanz und seine Struktur behält – und die Tasche mit den Jahren wertvoller statt stumpfer wird.

GLOW DUO SET entdecken – natürliche Lederpflege ohne Wachs und ohne Alkohol, entwickelt für empfindliches Leder hochwertiger Handtaschen.

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Hinweis: Markenbezeichnungen wie Dior, Lady Dior und Caro werden ausschließlich zu informativen Zwecken verwendet. GLOWBAG steht in keiner Geschäftsbeziehung zu Christian Dior SE.

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